"Träumer haben vielleicht keinen Plan

aber Realisten haben keine Visionen."

(unbekannt)

 

Typen


Das nächste Element der Intergalen Landkarte bilden "Typen". Hier gibt es eine Vielzahl von Typologien oder Typenlehren, zu denen auch standadisierte Verhaltensmuster wie Metaprogramme gezählt werden können. Ich habe wieder einige Modelle zusammengestellt, es gibt noch unzählige andere wie z.B. die Walt-Disney-Typen Träumer, Planer, Kritiker oder die Kommunikationshaltungen von Virginia Satir Beschwichtiger, Ankläger, Rationalisierer und Ablenker.

Um die Unterscheidung zu den anderen Elementen zu klären, ein kleines Beispiel: Menschen vereinen in sich verschiedene Ausprägungen dieser Typologien. Ich bin zum Beispiel männlich, auf allen Ebenen, allen Quadranten, allen Entwicklungslinien. Ich bin auch stetig, das aber schon nicht auf allen Linien. Auf einigen anderen bin ich eher gewissenhaft. Typen bilden also ein weiteres und unabhängiges Element. Auch kann ich auf den einzelnen Ebenen der Spiral Dynamics unterschiedlich dominant sein: dominant im Bereich der Macht, der Regeln, der Entwicklung oder der Beziehung

 

Als weitere Typen habe ich die Wahrnehmung dargestellt. Stellen Sie sich vor, wie er zu ihr sagt: "Ich liebe dich!" und sie antwortet: "Aber nie nimmst Du mich in den Arm!" Diese Kommunikation könnte alleine durch die Unterschiedlichkeit der Typen schon schwierig werden...

 

Typen, Integraler Ansatz, Typologien

 

Die einfachste Unterscheidung bilden aber die Typen "männlich" und "weiblich", denen im allgemeinen bestimmte Ausprägungen zugeordnet werden können.

 

Dem männlichen Prinzip werden Autonomie, Tun, Gerechtigkeit und Regeln zugeordnet, dem weiblichen Prinzip Beziehungen, Fürsorge, Verantwortlichkeit und Kontakte. Männer wollen entscheiden, Frau eher trösten. Nun kann das natürlich nicht verallgemeinert werden, denn jeder von uns hat sowohl männliche als auch weibliche Eigenschaften in sich. Spannend ist aber die Tatsache, dass wir uns in unterschiedlichen Kontexten unterschiedlich verhalten können: im betrieblichen Kontext kann ich vielleicht eher wenig Verantwortung übernehmen, im privaten Kontext für die Familie aber schon. Und spannend auch, dass wir uns (selbstverständlich) mit unserem Alter entwicklen: in bestimmten Altesstufen suche ich gezielt den Austausch, in anderen schätze ich eher die Einsamkeit. Mal bin ich also selbstbezogen, mal fürsorglich und mal sogar integriert. Hierauf hat Carol Gilligan in ihren Forschungen deutlich hingewiesen.

 

Auch hier gilt wie bei den Ebenen: es gibt gesunde und pathologische Auswirkungen, wie das kleine Beispiel zeigen möge.

Macht ist eine Ausprägung des eher männlichen Prinzips. Ich kann die Macht auf Kosten anderer ausüben und unterdrücken bzw. mich immer als Unterdrückter fühlen - oder sie schlicht haben und ausstrahlen, ohne dass ich sie wirklich einsetze. Beziehungen sind ein eher weibliches Prinzip. Sie können aber auch unter Aufopferung der eigenen Persönlichkeit gelebt werden, so dass ich mich vielleicht nicht mit mir auseinandersetzen muss. Oder Beziehungen können in gegenseitigem, wertschätzenden Aufbau genutzt werden.

 

Auch bei der Entwicklung der Typen gilt es, möglichst alle Entwicklungsstufen "gesund" zu durchlaufen und sich seiner Herausforderungen und Stärken wirklich bewusst zu sein.

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